Baja California Norte
Hola Mexico!
Der Grenzübertritt San Diego-Tijuana ist vergleichsweise rassig erledigt. Unglaublich der Unterschied von heute und vor acht Jahren. Welten. Ob das wohl in der ganzen Baja so ist?
Nun aber los zu unserem ersten Ziel, Punta Banda, unterhalb Ensenada. Das Grenzgebiet zu den USA wirkt immer etwas kriminell, dreckig und ungemütlich. Darum…..schnell weg.
Punta Banda ist ganz nett, reizt aber nicht zum Verweilen. Weiter geht’s am nächsten Morgen nach San Quintin. Unser Camping liegt direkt am Pazifik. Kaum angekommen finden wir auch schon den ersten unbeschädigten Sanddollar. Aber was sage ich da? Es gibt hunderte, ja wohl tausende, davon und die meisten sind heil geblieben. Unglaublich. Wir sind Stunden mit Sammeln beschäftigt.
Die Sonne scheint, das Meer ist einigermassen warm, der Camping ganz nett. Am Morgen kommen einheimische Fischer vorbei und verkaufen uns frisch gefangenen Fisch. Lecker!
Nach zwei erholsamen Tagen geht’s dann weiter nach Catavina. Unglaublich, diese Gegend, mit diesen immensen Steinblöcken, welche von riesigen Kakteen umgeben sind. Auch acht Jahre später noch ein Wunderwerk. Und erst der Sternenhimmel am Abend. Wir wussten gar nicht, dass es so viele Sterne gibt. Und Sternschnuppen sieht man hier wie Sand am Meer. Ein Wunder, dass unsere Erde immer heil bleibt.
Uns plagen jedoch wieder Probleme mit unserem Wohnmobil. Die rechte Seitenwand beginnt sich zu lösen. Nicht gerade angenehm, die Vorstellung, mit einer undichten Kiste zu fahren, bzw. darin zu wohnen. Roman versucht sein Möglichstes. Aber die holprigen Strassen arbeiten gegen uns. Und das wird in der Zukunft nicht besser. Um richtiges Material zum Flicken kaufen zu können, müssen wir jedoch bis La Paz warten. Eine Notlösung ist gefragt. Zierleiste wegreissen und Schrauben umplatzieren, Ast als Stütze im Innern verwenden und aus Kleiderhaken und einer Spanngurte eine Fixierung basteln. Hält und würde in Mexiko als „neuwertig“ durchgehen.
Nun aber geht es erst einmal nach Bahia de Los Angeles, wo wir nochmals einige Tage am Meer verbringen wollen. Laut Reiseberichten muss es einfach herrlich sein dort. Da es an Tankstellen in der Gegend mangelte, schafften wir es vor acht Jahren nicht dorthin und wieder zurück. Aber das ist nun anders.
Bahia de Los Angeles: Wie sieht es denn hier aus? Der Strand gleicht einer Müllhalde, auf den ersten Blick jedenfalls. Vieles ist kaputt. Wie wir später erfahren, hat ein Unwetter vor 4 Wochen dieses Paradies verwüstet. Und Bargeld kann man auch nirgendwo holen. Seit El Rosario suchen wir nach einem Bankomaten oder wenigstens einer Bank. Das scheint hier ein Fremdwort zu sein.
Nach kurzem haben wir uns an den Müll am Strand gewöhnt und geniessen Sonne, Sand und Meer. Herrlich. Einfach die Seele baumeln lassen. Dank unseren Deutschen Nachbarn ( www.global-mog.de ) kann Roman auch unser Wohnmobil einigermassen reparieren.
Neben Axel und Erika lernen wir hier auch Barbara und Urs ( www.reifenspuren.ch ) aus Solothurn kennen.