Überfahrt zur Isla Ometepe – Nicaragua

Highlight des Tages: Grenzübertritt Costa Rica – Nicaragua in bloss 1.5 Stunden

Nach dem Einkauf und dem Eintreffen in San Jorge entscheiden wir uns spontan, schon heute ein Fährticket auf die Insel Ometepe (im Nicaraguasee) zu ergattern. Gesagt, getan. 16.oo Uhr, letzte Fähre, wir sind mit drauf.

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Nun beginnt das Abenteuer. Schon beim Verladen wundern wir uns über das Befestigen der Cargofahrzeuge mit Spanngurten. Kurz nach dem Ablegen der Fähre haben wir eine Unterredung mit dem Schiffseigner, welcher uns mitteilt, dass wir unseren Speedy wohl besser auch mit Spanngurten über das Dach nach unten festmachen sollen. Er ist sich  jedoch der Problematik  bewusst, dass ein Fahrzeug dieser Bauart nicht über das Dach nach unten gespannt werden kann. Leider können auf diesem Schiff die Räder nicht wie üblich nach unten befestigt werden. Als wir eine Befestigung über das Gehäuse ablehnen, meint der Schiffseigner bloss schulterzuckend: „Ich lehne jede Haftung ab.“ Was nun? Wir sind doch bereits unterwegs.

Anfangs machten wir noch ein Foto. Nachher graut es uns bloss noch.

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Der Seegang wird  immer stärker. Der LKW-Fahrer vor uns, welcher Zement geladen hat, muss in aller Eile seine Ladung vor den Wasserfluten schützend abdecken und wird sich wohl damit abfinden müssen, einen Drittel seiner Ladung auf der Insel gleich wieder zu entsorgen.

Unser Speedy schwankt hin und her, so dass wir befürchten müssen, dass er durch die Schläge ins Rutschen kommt. Man bedenke seiner unbefestigten 6 Tonnen auf glattem Stahl. Zu ändern ist nichts mehr. Die Fahrt ist alles andere als entspannend.

Glücklicherweise löst sich der Transporter zu Speedys Linken zuerst aus seiner Verankerung, so dass der Kapitän gezwungen ist, das Schwanken des Schiffes durch eine Kurskorrektur bestmöglich zu mindern. Dennoch bleibt es eine nasse und rauhe Angelegenheit. Doch nun kommen die Wellen von vorne und tangierten unseren Speedy nicht mehr gleichermassen.

Schweissgebadet verlassen wir die Fähre auf Ometepe und vereinbaren mit dem Schiffseigner, dass wir den anstehenden Rücktransport in vier Tagen je nach Wind- und Wellenstärke verschieben können.

Nun wollen wir bloss noch schnell einen Übernachtungsplatz finden und gönnen uns ein Essen auswärts.

Welche unerwarteten Strapazen so eine Fährfahrt mit sich bringen kann! 🙁

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